KFC wechselt zu Coca-Cola: Pepsi verliert nach 40 Jahren einen wichtigen Partner
Ab Januar 2027 schenkt KFC in den USA Coca-Cola statt Pepsi aus. Für PepsiCo endet eine Verbindung, die 1986 mit der Übernahme der Hähnchenkette begann. Was der Wechsel für die drei beteiligten Konzerne bedeutet.
KFC ersetzt in seinen US-Restaurants die Getränke von PepsiCo durch das Sortiment von Coca-Cola. Die Umstellung beginnt im Januar 2027. Bis zum Frühjahr sollen alle US-Standorte umgestellt sein. Betroffen sind rund 3.700 Restaurants. [1] Coca-Cola selbst nennt rund 3.600 Restaurants. [2] Die Abweichung dürfte auf unterschiedliche Stichtage zurückgehen. Vertragsdauer und finanzielle Konditionen sind nicht veröffentlicht.
Der Wechsel gilt nur für die USA. Für die internationalen KFC-Restaurants und für Taco Bell hat PepsiCo seine Verträge zuletzt verlängert. [1] Für Deutschland wurde keine Änderung angekündigt.
Eine Verbindung aus Konzernzeiten
Die Partnerschaft hat eine besondere Geschichte. PepsiCo hat KFC 1986 übernommen. 1997 hat der Konzern sein Restaurantgeschäft abgespalten, daraus ist das heutige Unternehmen Yum! Brands entstanden. Die Getränke kamen aber weiter von PepsiCo. [1] Damit endet in den USA eine Beziehung von fast 40 Jahren.
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Fast 40 Jahre in drei Schritten
1986Übernahme
PepsiCo kauft KFC. Getränke und Hähnchen gehören zum selben Konzern.
1997Abspaltung
PepsiCo trennt sich vom Restaurantgeschäft. Yum! Brands entsteht, der Getränkevertrag bleibt.
2027Wechsel
KFC stellt in den USA ab Januar auf Coca-Cola um, bis zum Frühjahr an allen Standorten.
Abspaltung des Restaurantgeschäfts als Yum! Brands, Getränke weiter von PepsiCo
2027
Umstellung der US-Restaurants auf Coca-Cola von Januar bis Frühjahr
Warum KFC wechselt
KFC begründet den Schritt mit der Modernisierung der Marke. Die Kette will neue Kombinationen aus Essen und Getränken anbieten und das Sortiment erweitern. [1] Im zweiten Quartal 2026 sank der US-Systemumsatz von KFC um zwei Prozent, weltweit wuchs er um sechs Prozent. [5]
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Zu Hause schwach, weltweit stark
Veränderung des KFC-Systemumsatzes im zweiten Quartal 2026 gegenüber Vorjahr in Prozent, währungsbereinigt
Unsere Einordnung: Ein Getränkewechsel ist kein Allheilmittel, aber ein sichtbares Signal an Kunden und Franchisenehmer. Coca-Cola ist zudem bei McDonald’s und Wendy’s gesetzt und bringt Erfahrung mit großen Systemgastronomen mit.
Was es für PepsiCo bedeutet
Für PepsiCo ist der Verlust vor allem ein Imageschaden im Gastronomiegeschäft. Laut einer von Reuters zitierten Schätzung der Bank of America geht es um ein Verkaufsvolumen von rund 500 Millionen US-Dollar pro Jahr. [3] Das ist eine Analystenschätzung und kein bestätigter Umsatzverlust. Gemessen am Konzernumsatz von rund 94 Milliarden Dollar im Jahr 2025 ist der Betrag klein. [4] In einem Markt, in dem Großkunden über Jahre gebunden werden, zählt aber jeder Wechsel.
Die Brücke zur Folge
Den Wechsel besprechen die Hosts in Folge 47. Der Artikel greift die wirtschaftliche Frage aus der Folge auf, wer hier gewinnt und wer verliert, macht daraus aber keine Kaufempfehlung.
Worauf es für die Aktien ankommt
Für Coca-Cola ist der Auftrag ein zusätzlicher Baustein im Gastronomiegeschäft, für PepsiCo ein Rückschlag in einem ohnehin schwierigen Umfeld. Für Yum! Brands entscheidet sich der Erfolg nicht am Getränk, sondern daran, ob KFC in den USA wieder mehr Gäste gewinnt. Die Börse reagierte auf die Nachricht mit einem Plus für die Yum-Aktie. [1]
1 Frage kurz erklärt
Häufige Frage
Ändert sich bei KFC in Deutschland etwas?
Nein. Der Wechsel betrifft nur die US-Restaurants. Für Deutschland ist keine Umstellung angekündigt.
Ursprünglich erschienen am 19. Oktober 2026. Eigene Einordnungen sind entsprechend gekennzeichnet.
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